Lake Nakuru, Lake Bogoria und Lake Elementaita

Im westlichen Teil Kenias wurden verschiedene kleinere Gebiete zu Nationalparks und Reservaten erklärt. Da das Gebiet im Ostafrikanischen Grabenbruch liegt, der durch vulkanische Aktivitäten entstanden ist, sind die Seen dieses Gebietes bis auf wenige Ausnahmen stark natronhaltig und bieten eine einzigartige Flora und Fauna. Viele der Seen sind deshalb von Schutzgebieten und Nationalparks umgeben.

Lake-Nakuru-Luftbild © Foto: Kenya Tourism

Der Lake Nakuru und der gleichnamige Nationalpark ist der bekannteste und der größte der Natronseen. Mit circa 188 Quadratkilometern einer der kleineren Nationalparks in Kenia, zählt er jährlich mehr als 200.000 Besucher. Verkehrsgünstig nur 160 km von Nairobi gelegen, kann man hier und an den anderen Natronseen Lake Bogoria und Lake Elementaita leuchtendrosafarbene Schwärme von Flamingos beobachten, denen das stark sodahaltige Wasser der Seen ideale Lebensbedingungen bietet. In dem Wasser leben Salinenkrebse und andere angepasste Kleintiere, die die Hauptnahrung der Flamingos bilden und durch das in ihnen enthalten Karotin für die Rosafärbung der Federn verantwortlich sind.

Rothschild-Giraffe © Foto: Bernd Gerlach

Der Nakuru Nationalpark wurde zum Nashornschutzgebiet erklärt – sowohl Breitmaulnashörner (White Rhinos) als auch Spitzmaulnashörner (Black Rhinos) leben hier. Ebenfalls ein großer Erfolg war die Ansiedlung der seltenen Rothschild-Giraffen. Neben insgesamt ca. 450 Vogelarten leben im Park 50 Säugetierarten, darunter viele Antilopen, Wasserböcke und Büffel, aber auch Affen.

Das Lake Bogoria National Reserve ist nicht nur ein Mekka für Vogelliebhaber, sondern es zeigt auch am Westufer des Sees, dass die Gegend immer noch vulkanisch ist. Heiße Quellen und Geysire bilden den Zufluss des ebenfalls stark alkalischen Bogoria-Sees. In der näheren Umgebung leben Zebras und verschiedene Antilopenarten.

Flamingos am Lake Bogoria © Foto: Bernd Gerlach

Lake Elementaita ist einer der weniger bekannten Seen und liegt auf Privatgelände. An seinen Ufern wurden mehrere exklusive Lodges gebaut, von denen aus der See und die vielfältige Vogelwelt gut zu beobachten sind.

Eine Ausnahme bildet der Lake Naivasha. Er wird durch eine überirdische Quelle gespeist und führt deshalb Frischwasser.

Südlich des Seengebietes befindet sich es an einem Kratersee das private Crater Lake Wildlife Sanctuary sowie den Hell’s Gate Nationalpark, der seinen Namen einer engen Felsspalte sowie vulkanischer Aktivität an der Oberfläche verdankt – ein Höllentor.

Der Lake Nakuru Nationalpark ist fester Bestandteil vieler Gruppenreisen, die anderen Seen sind meist nur bei Privatsafaris im Programm zu finden